10.000 Jahre ist es nun her, dass der Mensch sesshaft geworden ist. Nun stelle man sich vor, wie sich das häusliche Leben seither verändert hat. Ausgehend von rudimentären Behausungen entwickelten sich über die Zeit hochtechnologische, auf maximalen Komfort getrimmte Wohnungen. Nur ein Bereich des Wohnens ist sich in seinem Grundkonzept treu geblieben, nämlich die Küche. Und mit ihr ein Bau- und Nutzmaterial, das es schon immer gab und auch die Menschheit mit Sicherheit überdauern wird: der Stein.
22/5/2026

Aber zurück an den Anfang. Vor rund 10.000 Jahren, gegen Ende der Jungsteinzeit, begannen die Menschen Stein als Werkzeug zu nutzen. Zur gleichen Zeit – und wahrscheinlich genau wegen dieser Tatsache – ließen sie sich auch an Orten nieder, begannen sich Behausungen zu bauen und Landwirtschaft zu betreiben. Damals war das Hauptnahrungsmittel Getreide, vor allem die Spelzgetreidesorten Emmer, Einkorn,Gerste und spelzloser Nacktweizen. Die Getreidefelder wurden im Hackbau bewirtschaftet, das Getreide mit Erntemessern geschnitten, in der Ähre gelagert, bei Bedarf gedroschen und auf Steinsattelmühlen zu Mehl oder Getreideschrot weiterverarbeitet.

Die Küchen lagen meist im Freien und wurden von mehreren Familien geteilt. Sie bestanden aus einfachen Feuerstellen mit getrennten Herden. Hier wurde gemahlen, geschnitten, gebacken und gekocht. Die einzige Möglichkeit zum Kochen mit Wasser war damals die Verwendung von Kochsteinen. Bei dieser Zubereitungsart wurden stark erhitzte Steine in Flüssigkeiten gelegt, welche diese zum Sieden brachten.

Vor allem in wärmeren Gebieten war man auf die wärmespendende Funktion der Feuerstellen nicht angewiesen. Anders sah es in Mittel- und Nordeuropa aus, wo sich die Küche nach der Verlegung ins Gebäudeinnere schnell zum Zentrum des häuslichen Lebens entwickelte.
Die Küche war durch die Feuerstelle der einzige beheizte Raum des Hauses. Der Rest des Wohnraumes war also meist so angelegt, dass er möglichst stark von der wohltuenden Wärme des Feuers profitierte.
Im Laufe der Jahrhunderte war die Küche dann einem steten gesellschaftlichen sowie technologischen Wandel unterworfen und entwickelte sich dahin, wie wir sie heute kennen. Doch in einer Hinsicht ist sich die Küche bis heute treu geblieben. Noch immer wird gemahlen, geschnitten, gebacken, gekocht. Und nach wie vor ist Stein ein wichtiges Material in der Küche. Wird er in anderen Kulturen noch häufig für verschiedene Zubereitungsarten verwendet, so findet man ihn in der westlichen Welt meist in Form von Küchenarbeitsplatten aus Naturstein.



Dabei ist die Bedeutung von Naturstein, neben seinen technischen und nachhaltigen Vorzügen eine ganz besondere: Stein ist ein Stück Natur, welches man sich in den eigenen Wohnraum holt. Ein Material, welches älter ist als alles andere und seit Beginn der Erdentwicklung einen natürlichen Kreislauf aufrecht erhält. Ein Baustoff der optisch einzigartig und zugleich - dank verschiedenster Möglichkeiten zur Oberflächenbearbeitung - ein Magier der Verwandlung ist. Teil unseres Lebensraumes, der in seiner Beständigkeit uns alle überdauern wird. Eine Arbeitsplatte aus Naturstein ist dein Stück Erdgeschichte in den eigenen vier Wänden. An den Linien und Einwürfen verschiedener Gesteinsarten lassen sich kontinentale Plattenverschiebungen ablesen. Jeder Zentimeter ist einzigartig und Teil dieser großen und unglaublichen Geschichte.
Wir fertigen Küchenplatten aus verschiedenen Südtiroler Natursteinen. Häufig fällt unsere Wahl auf den Passeirer Gneis Granat. Er ist ruhig in der Fläche, selten mit weiten Adern durchzogen und als vulkanisches Umwandlungsgestein sehr hart. Deshalb ist derGneis eine optimale Unterlage für einen Ort, der in den meisten Lebensräumen das Zentrum für den Puls des Lebens darstellt.
Lokale Natursteine sind ein Spiegelbild der Einzigartigkeit und natürlichen Schönheit Südtirols. Durch ihren Einsatz beim Gestalten Ihrer Lebensräume holen Sie einen Teil dieses wunderschönen Naturschauspiels ins und ums Haus und Sie können es täglich erblicken, begehen und neu begreifen.


