Der Passeirer Gneis Granat, auch Alps Glitter genannt, entstand vor 300 Mio Jahren und wird im Passeiertal in Südtirol abgebaut.
22/5/2026

Die Gewinnung von Rohstoffen ist nichts Neues im Passeiertal. Kupfer, Zinn und Blei wurden bereits im 13. Jahrhundert am Schneeberg von den Knappen abgebaut.

Sogar nach Silber wurde gesucht und gegraben. 1237 spricht ein Notar aus Bozen „vom guten Silber vom Schneeberg“.
An diese Schatzsuche erinnert heute die Gewinnung des Passeirer Gneis Granat.
Die ersten Blöcke dieses silbrig-glitzernden Steins fand man bei Moos im Flussbett der Passer. Der Fund war eigentlich ein Zufall. Ausschau hielt man nämlich nach einem großkristallinen Marmor, welcher für eine Altarraumgestaltung in Sterzing benötigt wurde.

Heute wird der Passeirer Gneis Granat im Steinbruch direkt neben der Passerschlucht, zwischen St. Leonhard und Moosgewonnen.
Die Art des Abbaus hat sich seit dem 13. Jahrhundert sicherlich verändert. Mittlerweile wird der Rohstoff mit modernen Technologien, völlig ohne Sprengung, aus dem Felsen geschnitten oder gebohrt.


Das Gespür für die natürlichen Gegebenheiten und die Erfahrung der modernen „Knappen“ ist aber heute wie vor 700 Jahren unerlässlich.
Denn die Natur allein bestimmt die Güte des Materials und jeder rissfreie Zentimeter ist wertvoll und entscheidet später, in der Werkstatt beim Steinmetz, ob eine Küchenplatte mit der geforderten Länge oder eine Badwand mit der gewünschten Höhe gefertigt werden kann oder nicht.
So ist und bleibt der Abbau ein Ringen mit der Natur, welches sehr viel Feingefühl erfordert und über Geschick und Missgeschick der Unternehmung entscheidet.
Neben dem silbrigen Glanz, weist der Passeirer Gneis Granat eine weitere Besonderheit auf. Er ist mit roten Granaten übersäht. Diese Halbedelsteine wurden früher als Schmucksteine verwendet und in Gold- oder Silberfassungen als Ohrringe oder an Halsketten getragen. Vielfach wurde auch traditioneller Trachtenschmuck damit gefertigt.

Der Passeirer Gneis Granat ist ein sehr kompakter Naturstein und für alle Anwendungen im Innen und Außenbereich geeignet.
Die Einsetzbarkeit als Terrassenboden, im Treppenhaus, im Bad und Wellnessbereich oder als Küchenarbeitsplatte macht ihn zu einem wahren Alleskönner und ermöglicht Architekten und Bauherren einheitliche Gestaltungen mit einem nachhaltigen und lokalen Material.

Lokale Natursteine sind ein Spiegelbild der Einzigartigkeit und natürlichen Schönheit Südtirols. Durch ihren Einsatz beim Gestalten Ihrer Lebensräume holen Sie einen Teil dieses wunderschönen Naturschauspiels ins und ums Haus und Sie können es täglich erblicken, begehen und neu begreifen.


